In den Wollwerkstatt entstanden diese Woche braune Kardenvliese, braune Art Batts – meliert und uni für Eichörnchen, Fuchs und gefilzte Rehlein. Zum Entspannen reich texturierte Garne spinnen.
Die ganzen braun – Färbungen der vergangenen Woche waren trocken und bereit aufbereitet zu werden. Aus den Färbemischungen entstanden wunderschöne braun, beige und rosttöne.

Ich versuchte bei den Färbungen schon daran, dass ich melierte Art Batts für lebendig wirkende Felle bei Waldtieren wie Fuchs, Eichörnchen und Rehen machen möchte. Dabei machte ich verschiedene Experimente mit Farbmischungen.

Abgesehen von einem „Ausreisser“, wo statt ein braun ein Grün entstand, alles wunderbare Farben für Filztierli. Und das grün war ehrlich gesagt ein Glücksgriff. Ich hoffe sehr, dass ich die Färbung wiederholen kann, auch wenn einige meiner Pigmente nicht mehr erhältlich sind.

Art Yarn zum Ausgleich
Unter Handspinner*innen gibt es das geflügelte Wort: Als Anfänger spinnt man „schwangere Regenwürmer“. Es ist einem Unmöglich, einen gleichmässigen Faden zu spinnen. Später kann man gleichmässig spinnen. Aber man kann nicht mehr ungleichmässig spinnen.
Als Fingerübung habe ich mich Abends mit kleinen gemischten Batts aus dem Vorrat hingesetzt und versucht schöne Coils zu spinnen. Dazu habe ich jeweils einen Faden mit ausgeprägten dicken Stellen gesponnen, und den zweiten Faden möglichst dünn und mit recht viel Drall.
Beim Zwirnen wird dann die dicke Stelle um den dünnen Faden gewickelt, zurückgeschoben und fixiert. Gar nicht mal so einfach! Ich habe noch den einen oder anderen Rest da, das ist eine Technik, die ich etwas perfektionieren möchte. Nicht unbedingt, weil ich Art yarn besonders nützlich finde, sondern weil es mich als Handspinnerin herausfordert und mir hilft, bewusster und kontrollierter zu spinnen.

Ich verwende die reich Strukturierten Garne oft um Pakete damit zu verschliessen oder in Filzprojekten als Texturelement.


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