Wenn etwas recht oft benutzt wird, ziemlich schwer ist, und der verfügbare Platz nicht unendlich – ist oft ein Wagen die richtige Lösung. Tadaaa: mein Kardierwagen.
Schon länger habe ich hin und her überlegt, wie ich mein Biest von einem Herzstück der Wollwerktstatt unterbringe und gleichzeitig schnell verfügbar mache. Das Biest war noch nie auf der Waage aber ist sicher 20kg schwer, und fast jede Faser, die meine Werkstatt verlässt ist durch ihre Nadeln gelaufen. Seit über 30 Jahren (meine Schätzung) tut meine Kardiermaschine, die ich gebraucht erhalten hab, ihren Dienst und jetzt hat sie endlich einen Platz, wo ich sie nicht immer an den Arbeitsplatz heben muss.
Verschiedene Varianten habe ich ausprobiert. Ein kleiner Kistenwagen, mit dem ich sie unter ein Regal rollen konnte, und dann jeweils auf eine freie Arbeitsfläche heben. Zwei Hindernisse: heben und freie Fläche. Das eine ist je nach Tagesform nicht die Traumaussicht um die Arbeit zu starten und freie Fläche ist je nach Wetter und sonstigen Vorhaben auf dem Bauernhof auch rar.
Dann habe ich bei Ikea einen stabilen Servierwagen gesehen. Aber die nächste Ikea ist weit weg, und Versand hat bei vorherigen Bestellungen auch nicht immer ganz reibungslos geklappt.

Bei einem Besuch im Tal, habe ich im Jumbo einen Werkstattwagen gesehen. Preislich ok, und mit Schublade! Mit Schublade! So sind auch die Waage fürs Abwiegen der Färbungen und der Fasermischungen endlich versorgt.
Der Wagen passt perfekt in die Lücke, die ich schaffen konnte, indem ich die Bretter nach rechts schob. Bei der Gelegenheit gleich dahinter geputzt und aufgeräumt. Und so ist nicht nur die Kardiermaschine versorgt, sondern gleich der Platz vorbereitet, für die ganzen Geranien, die wie jedes Jahr ganz überraschend kurz vor dem ersten Frost in den Keller sollen.
Aufgebaut hab ich den Wagen schon mal, eingerichtet auch. Ausprobiert habe ich die Combo noch nicht, das kommt dann nächste Woche – ich habe ganz viele Färbungen da, die darauf warten, kardiert und gemischt zu werden.


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