Nahaufnahme eines weissen handgesponnenen Garnes

„Sockenwolle – wie früher“ handgesponnen aus Saaser Mutten Wolle

Früher heisst in dem Fall vor 60-70 Jahren im Lötschental, für einen 80 Jährigen Mann, der sich Socken wünscht, wie sie früher gestrickt wurden.

Ob ich das machen könne. Sie konnte mir Beispiele schicken, wie das Garn aussehen soll. Ein vierfädiges einfarbiges, sehr kompaktes und ein dreifädiges dreifarbiges, das etwas flauschiger wirkt.

Wolllproben auf Karton aufgerollt

Ich habe mich entschieden ein dreifädiges zu spinnen, das ist in der Literatur der Standard für handgesponnene Sockenwolle.

In der Hoffnung ein robustes Garn zu erhalten, habe ich mich für die Wolle unseres Leitschafes Lilli entschieden. Letztes Jahr habe ich nur einmal geschoren, die Wolle war also sehr lang.

Lilli die Wollspenderin für dieses Spinnprojekt. Sie ist eines unserer Leitschafe und hat nicht die feinste Wolle der Herde.

Lilli das Schaf zwängt den Kopf unter der Futterkrippe durch

Damit das Garn nicht zu luftig wird, sondern eher kompakt, habe ich es mit den neu angeschafften Majacraft Wollkämmen von Hand gekämmt.

Die Kammzüge habe ich dann auf meinem Spinnrad gesponnen und dreifach gezwirnt.

Wollkämme, Wolle und eine Kaffeekanne auf dem Tisch

Wolle zu kämmen, ist eine Art, die Faser fürs Handspinnen vorzubereiten.

So ist die flauschige Saaser Mutten Sockenwolle entsanden, die nun nur noch ein Paar Kilometer das Saastal hoch reisen muss, um dann hoffentlich diesen Winter schon Füsse zu wärmen.

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