Als Kind habe ich stricken gelernt, stickte, hatte einen Schulwebrahmen, knüpfte Freundschaftsbänder und wob von Hand kleine Bänder. Die Arbeit mit Garn und Wolle hat mir immer Spass gemacht.

Als ich im 2012 das erste Mal ein Schaf geschoren habe- damals mit einer Handschere – und die Säcke voller Wolle sah, die von einer kleinen Herde abfielen war ich fasziniert. So. Viel. Wolle.
Ich hatte noch überhaupt kein Werkzeug zum Verarbeiten der Wolle und keine wirkliche Vorstellung, aber ich hatte Wolle. Und so startete ich mit einem viel zu schweren Schlägel als Spindel meine ersten Spinnversuche. Aus der ungewaschenen Rohwolle sponn ich ein dickes Einfachgarn, aus dem ich ein Paar Socken strickte. Socken die so stabil waren, dass man sie in die Ecke stellen konnte.

Seither lerne ich dazu. Lese Bücher, schaue Videos und lerne mit der Faser immer bewusster und gezielter zu arbeiten. Nicht jede Wolle jedes Schafes ist gleich, eignet sich für die gleichen Zwecke.
Die Wolle hat mir viele verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten erschlossen. Weben, filzen, spinnen, färben, kardieren… Je länger ich mit der Wolle unserer Schafe arbeite, desto bewusster wird mir, wie unendlich viele Möglichkeiten in dieser Faser stecken. Man muss sie nur sehen und so nehmen wie sie ist.
Robust, griffig und etwas kratzig.
Ich möchte meine Freude am Werkstoff Wolle und den Überschuss, den wir haben teilen. Dass für uns Wolle keine Bürde, sondern integraler Bestandteil unserer Landwirtschaft wird. So wie sich das gehört.
Mein Kreativität Blog
Im 2010 habe ich mit meinem ersten Blog begonnen, wo ich über kreativität und Kreativprojekte blogge.
Mein Repertoire umfasst Aquarellmalerei, Buchbinden, Fotografie, Mixed media und natürlich das Arbeiten mit Wolle.
Ich liebe es Muster und Farben in Beziehung zu bringen und etwas schönes daraus zu erschaffen.




