Transparenz

Ich verarbeite die Wolle unserer Schafe und manchmal von den Tieren von Bekannten. Wolle deren Herkunft ich kenne und für gut befinde. In einigen Fällen kann ich beim Herausnehmen eines Vlieses sagen, von welchem Tier genau es stammt. Die Schafe werden möglichst in Ruhe geschoren. Im idealfall geht das ohne Verletzungen und wenn das Tier sich an das Prozedere gewöhnt hat auch ziemlich stressfrei. Das hängt natürlich auch ein wenig vom Charakter des Schafes ab, auf den ich möglichst eingehe. Manche sind am ruhigsten, wenn man sie möglichst nicht in ihrer Bewegungsfreiheit einschränkt, andere muss man zur Vermeidung von Unfällen fester halten und anbinden. Jedes Schaf ist anders.

zur Hälfte geschorenes Schaf

Schafschur und Wollverarbeitung auf dem Hof

Die Wolle bleibt auf dem Hof, wird hier gewaschen, luftgetrocknet, weiterverarbeitet und kann dann als Spinnfaser, Filzwolle, fertige Garne oder Filzartikel wie Dekorationen gekauft werden.

Einen viel kleineren Ökologischen Fussabdruck können Wollprodukte nicht haben. Und unser Hof ist Bio – abgesehen von den Weitrauben, aber das ist eine andere Geschichte.

Unser Bio Hof hat natürlich eine eigene Webseite: http://biohitz.ch

Unsere Wolle ist natürlich Mulesingfrei

Mulesing ist aus Sicht vieler Tierschützer ein Argument gegen Wolle. Beim Mulesing werden Merinoschafen in Australien wegen einer parasitierenden Fliegenart Hautfalten am Hinterbein abgeschnitten. In der Schweiz ist mulesing verboten und schweizer Wolle ist grundsätzlich Mulesingfrei. Und unsere schweizer Robustrassen haben diese Hautfalten auch nicht.

Mehr über die wahren Heldinnen der Wollproduktion

Wir kupieren unseren Schafen nicht den Schwanz.

Der Tierschutz hat schon länger ein Auge darauf, lange ist es wahrscheinlich auch nicht mehr erlaubt. Aus hygienischen Gründen wird in der Schweiz den meisten Lämmern kurz nach der Geburt der Schwanz mit einem Gummiring abgebunden. Das abgebundene Ende fällt bald ab, und den Schafen merkt man keine Beschwerden an.

Zwei weisse Lämmer stehen vor dem dunklen Hintergrund des Stalles. Ihre Schwänze sind nicht kupiert.


Trotzdem haben wir uns entschieden den Lämmern die Schwänze nicht zu kupieren. Wir sehen darin nicht genug Sinn und hatten auch nie Probleme, die durch Kupieren nach der Geburt hätten vermieden werden können.

Raus!

Raus ist ein Programm zum Tierwohl. Schaf- und Kuhhalter können sich dazu anmelden und verpflichten sich, ihre Tiere im Winter an mindestens 13 Tagen im Monat und während der Weidesaison an mindestens 26 Tagen rauszulassen.
Wenn das Wetter nicht wirklich übel ist, und die Winterweide nicht ganz vermatscht ist, sind die Schafe im Winter tagsüber draussen. Und während der Weidesaison sind sie den ganzen Tag draussen. Dieses Programm ist für uns einfach zu erfüllen, weil wir unseren Tieren von uns aus mehr bieten wollen.

Transparenz von Grund auf

Mit meinen Videos möchte ich zeigen, was es alles braucht, um Produkte aus Schafwolle zu herzustellen.
Das beginnt mit den Zaunarbeiten damit die Schafe immer gutes Futter haben, dem heuen in der grössten Sommerhitze, der Winterfütterung, dem Ausmisten, der Parasitenprävention, der Klauenpflege und der Schur.
Weiter geht es mit dem Verarbeiten der Wolle. Sie muss gewaschen, je nach Projekt gefärbt, kardiert, versponnen oder verfilzt, und vielleicht auch verwoben werden.
So vielfältig wie die kreativen Möglichkeiten sind, so gross auch die Arbeit, die nötig ist um aus einer Idee und Wolle ein Produkt herzustellen.

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